häufige Fragen

Wie lange dauert der Eingriff bei einer Kastration?

Die Operation ist deutlich kürzer als eine "normale" Kastration. Durch die Erfahrung aus mehreren hundert endoskopischen Operationen und allein durch die Tatsache dass die Wundnaht so gut wie wegfällt, ergibt sich eine Operationszeit von meist weniger als 20 Minuten.

Hat der Patient nach der Operation Schmerzen?

Kaum! Durch die Verwendung von Schmerzmitteln ist die Schmerzhaftigkeit nach der Operation deutlich reduziert. Ab Tag zwei nach der Operation werden gar keine Schmerzmittel mehr benötigt, da die winzigen Wunden die Patienten kaum beeinträchtigen.

Wann kann der Patient wieder fressen?

Drei bis vier Stunden nach der Operation! Durch die Verwendung moderner und schonender Narkoseverfahren, die eng an die Humanmedizin angelehnt sind, ist dem Hund nach der Operation kaum übel. Er kann bereits drei bis vier Stunden nach der Operation etwas fressen.

Wird der Bauch mit Gas aufgepumpt und hat der Hund dadurch Schmerzen?

Der Bauch wird, um während des Operierens eine gute Übersicht zu haben, mit Gas insuffliert. Dieses Gas wird nach der Operation selbstverständlich wieder abgesaugt.

Aus der Humanmedizin ist bekannt, dass Patienten nach der Operation Schmerzen im Bereich der rechten Schulter haben. Diese Phänomen (eventuell angezeigt durch eine Lahmheit oder ähnliches) konnten wir bei unseren Patienten bisher nicht beobachten. Im Gegenteil, die allermeisten waren nach dem Eingriff wieder schnell munter.

Was ist der Unterschied zwischen einer Sterilisation und einer Kastration?

Umgangssprachlich hat sich das Wort Sterilisation für das Unfruchtbarmachen einer Hündin eingebürgert. Dies ist nicht korrekt.

Unter Sterilisation versteht man das Unterbinden des Samenleiters respektive des Eileiters. Das Tier ob männlich oder weiblich ist dabei egal, wird durch diesen Eingriff unfruchtbar, die hormonelle Aktivität der Fortpflanzungsorgane, oft ein wichtiger Grund eine Kastration durchzuführen, bleibt aber voll erhalten.

Bei einer Kastration werden die Fortpflanzungsorgane entfernt. Dies können die Hoden, aber eben auch die Eierstöcke mit der Gebärmutter sein.

Kann man auch durch die kleinen Zugänge die Gebärmutter mit entfernen?

Selbstverständlich kann man durch die Zugänge auch die Gebärmutter komplett entfernen, der Eingriff dauert nur etwas länger.

Können die Wunden im Bauch wieder aufgehen?

Nein! Da wir die Gefäße nicht einfach abbinden (der Knoten kann sich lösen oder abrutschen) oder unkontrolliert durchbrennen (durch die Stromeinwirkung wird häufig zu viel Gewebe unnötig verbrannt oder die Gefäße werden nicht ausreichend verschlossen), sondern ein hochmodernes Gefäßversiegelungssystems (Ligasure) aus der Humanmedizin verwenden. Die Hersteller garantieren den sicheren Verschluss auch größerer Gefäße bei minimalem Schaden am übrigen Gewebe.

Wieviel Wunden hat der Hund nach der Operation?

Wir operieren durch zwei kleine Schnitte. Meistens reicht ein vorderer ca. 12 mm langer Schnitt und ein zweiter, dahinter gelegener Schnitt von ca. 6 mm Länge aus.

Zurzeit arbeiten wir an einer Lösung, um die Hündin durch einen einzigen ca. 11 mm langen Schnitt zu operieren.

Gibt es eine Gewichtsbeschränkung?

Nein, da wir über Optiken in verschiedenen Größen verfügen, können wir vom Zwergspitz bis zur Dogge alle Gewichtsklassen endoskopisch operieren.

Gibt es eine Altersbeschränkung?

Nein, es ist selbstverständlich möglich auch die Gebärmutter endoskopisch zu entfernen. Somit können auch Hündinnen operiert werden, die bereits mehrmals läufig waren oder bereits Welpen hatten. Auch bei älteren Hündinnen hat eine Kastration noch einen positiven Effekt in der Vorbeugung von Brustkrebs.

Quelle:

- Kustritz MV: Determining the optimal age for gonadectomy of dogs and cats. J Am Vet Med Assoc 231:1665, 2007. PUBMED Abstract

Darf der Hund an den Wunden lecken?

Nein! Natürlich darf der Patient auch diese kleinen Wunden nicht belecken. Es kann zwar nicht mehr so viel passieren, wie bei einem großen Schnitt, aber die Gefahr, dass er sich doch eine Infektion in das Wundgebiet leckt ist groß. Glücklicherweise ignorieren die meisten unserer Hunde die Wunden.

Wird der Hund auch ausrasiert?

Selbstverständlich! Um steril arbeiten zu können, muss das Wundgebiet ausrasiert werden. Bedingt durch die Operationstechnik wird dabei in beiden Flanken und am Bauch rasiert.

Muss der Hund stationär aufgenommen werden?

Nein! Durch die Kürze des Eingriffs und die Wahl der Narkose ist es möglich, den Hund bereits Vormittags wach wieder mitzunehmen. Wir legen allerdings Wert auf die Feststellung, dass wir keine narkotisierten Hunde den Besitzern mitgeben!!

Kann ich dabei bleiben, bis mein Hund schläft?

Sehr gerne! Wir begrüßen es, wenn der Besitzer dabei bleibt, bis der Patient schläft. Durch die intravenöse Narkoseeinleitung geschieht dies aber sehr schnell und unkompliziert.

Welche Narkosen verwenden Sie?

Wir haben einen eng an die Humanmedizin angelehnten Standard in unserer Praxis eingeführt. Alle Patienten bekommen einen venösen Zugang zum Blutgefäßsystem. Über diesen Zugang wird die Narkose mit einem sehr guten, ebenfalls aus der Humanmedizin übernommenen Narkosemittel, eingeleitet.

Unmittelbar nach dem Einschlafen wird der Patient intubiert, d.h. er wird an eine Anästhesiemaschine angeschlossen, über die er mit einem Narkosegas versorgt wird. Nötigenfalls könnte diese Anästhesiemaschine ihn auch beatmen.

Gleichzeitig wird er an die Narkoseüberwachung, bestehend aus EKG, SpO2, Capnographie, Puls und Temperaturkontrolle angeschlossen. Eine erfahrene tiermedizinische Fachangestellte betreut den Patienten während der gesamten Operation und überwacht die Narkose.

Selbstverständlich werden unsere Patienten ebenfalls während der Operationsdauer mit einer Infusion versorgt.

Wie lang ist der Schnitt?

Eigentlich handelt es sich um zwei Schnitte. Zusammen addiert kommt man auf etwa 17-20 mm.

Kann man auch Katzen "sanft" kastrieren?

Wir kastrieren auch Katzen durch einen nur wenige Millimeter großen Bauchschnitt.

Wann ist eine Kastration empfehlenswert?

Wir empfehlen, wenn eine Kastration geplant ist, diese vor der ersten Läufigkeit durchzuführen, da das Brustkrebsrisiko damit fast ausgeschlossen werden kann. Auch eine Kastration vor der 2. Läufigkeit führt zu einem reduzierten Brustkrebsrisiko (ca. 8 %), nach der zweiten Läufigkeit steigt das Risiko einer Erkrankung auf 25 %.

Quellen:

- Overley B, Shofer FS, Goldschmidt MH, et al: Association between ovariohysterectomy and feline mammary carcinoma. J Vet Intern Med 19:560, 2005. PUBMED Abstract

- Schneider R, Dorn CR, Taylor DO: Factors influencing canine mammary cancer development and postsurgical survival. J Natl Cancer Inst 43:1249, 1969. PUBMED Abstract

- Spain CV, Scarlett JM, Houpt KA: Long-term risks and benefits of early-age gonadectomy in dogs. J Am Vet Med Assoc 224:380-387, 2004. PUBMED Abstract

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Die Vorteile für Ihre Hündin

  • Weniger Schmerzen durch winzige Wunden

  • Kürzere Narkosedauer

  • Geringeres Komplikationsrisiko

  • Kein Fäden ziehen

  • Keine Wundheilungsstörungen wie Serombildung oder Nahtdehiszenzen

  • Deutlich schnellere Erholungsphase nach der Operation

  • Geringeres Interesse, an den Wunden zu lecken

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